Herzlich Willkommen auf den Seiten des Jenaer Arbeitskreises

Zukunftsfähige Gesellschaft

 Zurück zur Hauptseite

Ausstellung in der Jenaer Stadtkirche 2007

„Es gibt Alternativen! – Bausteine einer zukunftsfähigen Gesellschaft“

Eine atemberaubende technische Entwicklung, die uns immer mehr Komfort bietet, aber gleichzeitig immer weniger Zeit läßt, in uns selbst zu ruhen. Viele sinnentleerte Tätigkeiten wurden/werden von Maschinen übernommen, aber der Wegfall von Erwerbsarbeitsplätzen drängt viele Menschen unverschuldet ins Abseits. Obwohl es sich hierbei um systemimmanente Gesetzmäßigkeiten handelt, wird im öffentlichen Diskurs oft genug so getan, als ob der Einzelne ursächlich selbst dafür verantwortlich sei. Kaum bemerkt hat die Ökonomie zunehmend nahezu alle Bereiche des menschlichen Lebens für sich vereinnahmt bis hinein in den privaten Bereich. Dahinter steht eine Finanzarchitektur, die den Reichtum dieser Erde und den von Menschen geschaffenen für eine absurde Idee der immer weiteren Reichtumsvermehrung weniger in Anspruch nimmt.

Angesichts der Fülle an Problemen, die scheinbar schicksalhaft gegeben sind, ziehen sich immer mehr Menschen vom gesellschaftlichen Leben zurück. Politikverdrossenheit dokumentiert das fehlende Vertrauen in Entscheidungsträger. Soziale Spannungen begünstigen Gewalt. Den modernen Menschen kennzeichnen Zeitnot, Stress, Resignation, Unruhe, Ziellosigkeit. Der eigentliche Konflikt dreht sich um die gesellschaftliche Verteilung und um die Richtung der Zeitsouveränität. Entweder es wird die Arbeitszeit in Übereinstimmung mit den kulturellen Bestrebungen in die Lebenszeit integriert oder man unterwirft Lebenszeiten und -rhythmen den „Flexibilitätsansprüchen“ des Kapitals.

Die gegenwärtige Krise kann nicht mit den Mitteln behoben werden, die sie ausgelöst haben. Es kommt darauf an, Visionen zu entwickeln und diese auf breiter Basis zu diskutieren um letztendlich gemeinsame Ziele und Werte zu entwickeln.

Diese Ausstellung versucht hierfür einige Denkanstöße zu geben und will den öffentlichen Meinungsbildungsprozess anregen.

Begleitheft zur
Ausstellung (pdf)
 zum Seitenanfang